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Tips und Tricks für ein rundum gelungenes Bierfest zu Hause Köstlich-kühler Sommerhit: Die Bier-Party Sommer, Sonne, Bierlaune - das sind drei, die ganz eng zusammengehören. Denn eines kann man wohl mit Sicherheit sagen: Bei sommerlich warmen Temperaturen unter blauem Himmel schmeckt ein kühles, frisches Bier nochmal so gut. Ob im Biergarten oder auf der Terrasse der Stammkneipe - das Open-Air-Feeling macht's. Und für den, der sich die Bierlaune nach Hause holen möchte, ist eine ausgelassene Bierparty im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon der Sommerhit schlechthin. Aufs Fest gehört ein Fäßchen Damit die Stimmung stimmt, hat der findige Gastgeber bereits sein Lieblingsbier bestellt. Diesmal gibt's das Leibgetränk jedoch nicht nur aus der Flasche, sondern vornehmlich aus dem handlich-urigen Fäßchen. In Köln liebevoll "Pittermännchen" genannt, ist es von keiner zünftigen Bierparty wegzudenken. Schließlich macht Selberzapfen erstens Spaß, und zweitens schmeckt das Ergebnis bei richtigem Umgang mit Hahn und Gerstensaft einfach köstlich. Deshalb rechtzeitig beim Getränkehändler oder der Brauerei am Ort seine Fäßchen reservieren, und zwar in vernünftiger Größe. Plant man zum Beispiel eine kleine Party, sollte man kleine Fässer mit fünf oder zehn Litern Inhalt wählen. Lieber eines in petto, das nach dem Fest unangebrochen an den Händler zurückgeht, als literweise Restebier im Riesenfaß. Denn so ein Faß hält seinen köstlich-kühlen Inhalt in der Regel maximal zwei Tage frisch, danach schmeckt das Bier meist schal. Kleiner Tip: Wer die benötigte Menge nicht recht abschätzen kann, kauft einfach noch ein paar Flaschen Bier auf Vorrat. Kühl ja, eisig nein Wichtig für einen gelungenen Biergenuß ist vor allem die richtige Temperatur. Klar, daß der Hopfentrunk kühl und erfrischend sein muß. Das heißt aber nicht, daß er arktische Temperaturen erreichen soll - diese nämlich wirken sich ebenso vernichtend auf den guten Biergeschmack aus wie zuviel Sonnenlicht. Vorsicht also vor dem Griff zum Tiefkühlschrank, dieser ist zu eisig, auch geben die starken Temperaturschwankungen dem Bier den Rest. Sieben bis neun Grad - übrigens leicht erreicht durch die ganz normale Kühlschrank-Temperatur - sind optimal, bei alkoholfreiem Gerstensaft darf es mit sechs bis sieben Grad gern noch ein bißchen kühler sein. Ein Fäßchen sollte rund zwei Stunden vor Partybeginn vom Händler geliefert beziehungsweise beim Bierverleger oder der Brauerei gekühlt abgeholt werden, dann hat es beim Anzapfen gerade die richtige Temperatur. Es wird mit feuchten Tüchern oder Eiswürfeln vor Sonne und Wärme geschützt. Flaschenbier liebt eine mit kaltem Wasser gefüllte Badewanne. Vorsicht vor zuviel Sonnenschein Wenn Faß und Flasche richtig temperiert sind, Koteletts und Würstchen auf dem Grill bereits würzig duften, ist es Zeit für den Anstich. Ganz einfach geht's, wenn Sie ein Alufaß mit integriertem Zapfhahn bestellt haben, das heute viele Brauereien anbieten. Ein bißchen aufwendiger ist hingegen die traditionelle Variante beim Anzapfen mit dem Hahn aus Holz. Der sollte vor dem Anstich eine Weile ins Wasserbad und dann geschlossen - mit dem angefeuchteten Dichtungsring umgeben - schön gerade in die untere Faßöffnung gedreht werden. Ein, zwei gezielte Hammerschläge, und das Faß ist zapfbereit! Den ersten Schwung Bier sollten Sie wegschütten, der schmeckt noch nicht so recht. Danach kann es losgehen: Das Glas schräg unter den Zapfhahn gehalten, und in mehreren, raschen Zügen haben Sie ein Bier mit schöner Schaumkrone gezapft. Das gilt übrigens auch für Pils: Die althergebrachten sieben Zapfminuten sind nämlich längst überholt. Drei Minuten reichen aus, um ein frisches, spritziges Bier zu zapfen. Gläser mit Durchblick Sauber, rein und fettfrei - so muß das ideale Bierglas sein. Und das nicht nur, weil es besser aussieht und vielleicht auch den netten Nachbarn beeindruckt. Vielmehr ist der Gerstensaft sehr eigen, wenn es ums Trinkgefäß geht. So reicht ein bißchen Fett oder Spülmittel, und schon nimmt die Schaumkrone Reißaus. Wer also nicht über trübem, schalen Gerstensaft verzweifeln will, achtet auf die richtige Reinigungsmethode: Die Gläser immer zuerst saubermachen, nie nach fettigen Tellern oder Töpfen ins Spülwasser geben. Ganz wichtig ist auch, sie nachher gründlich mit klarem, kalten Wasser abzuspülen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, schaut sich das frisch gespülte Glas genauer an: Überzieht ein geschlossener Wasserfilm die Glaswand, ist alles in Ordnung. Einzelne, perlende Tropfen dagegen sind ein eindeutiges Zeichen dafür, daß etwas schiefgelaufen ist. Dann heißt es: In den sauren Apfel beißen und noch einmal spülen. Und dann rasch zu den Gästen, die bereits ungeduldig und begehrlich auf Steaks und Folienkartoffeln schielen. Jetzt kann es wirklich losgehen. |
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